Informationen vom Landeskirchenamt



03.11.2020

Liebe Schwestern und Brüder,

zur kirchenmusikalischen Arbeit im November 2020 geben wir in Abstimmung mit der Arbeitsstelle Kirchenmusik folgende Hinweise (die Sie in Kürze auch auf der Website finden werden):

Für die Kirchenmusik gilt – wie auch für alle Gottesdienste, Veranstaltungen, Gruppen und Kreise – ab jetzt, dass neben der Einhaltung der Abstandsregeln auch das durchgängige Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung erforderlich ist.

Kirchenmusikalische Arbeit ist mit nicht blasenden Instrumenten bei entsprechenden Abständen weiterhin möglich (Streich-, Zupf- und Schlaginstrumente). Das Spielen von Blasinstrumenten ist mit Mund-Nasen-Schutz nicht möglich. Deshalb kann auf Proben der Bläserchöre im November entsprechend der Hinweise der Sächsischen Posaunenmission nur verzichtet werden. Chorisches Singen mit Abstand und Mund-Nase-Schutz kann nur ein Notbehelf für kurze Gesänge (etwa für ein Lied im Gottesdienst) sein. Deshalb sind Chorproben derzeit nicht zu empfehlen. Entsprechende Entscheidungen sollen im Einvernehmen von Kirchenvorstand und Kirchenmusikverantwortlichen getroffen werden.
Öffentliche Konzert-Aufführungen sind in der Zeit der Gültigkeitsdauer der Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung vom 30. Oktober 2020 nicht möglich.
Das vielfältige Kontakt-Halten zu den musikalischen Gruppen soll auch in diesem Monat gepflegt werden. Anregungen zum solistischen Musizieren, zum häuslichen Üben von Liedern und Musikstücken sind empfehlenswert.

Hinweisen möchte ich noch darauf, dass in der E-Mail gestern Abend der Abschnitt zu Gottesdiensten gefehlt hat, der eigentlich hineinsollte (und auch auf der Website steht). Daher hier noch einmal dieser Abschnitt zur Kenntnis:

Gottesdienste (z.B. auch Jugend-, Familien-, Kindergottesdienste) dürfen und sollen unter der Beachtung der oben genannten Regeln stattfinden. Die Personenobergrenzen werden in jeder Kirche durch die Mindestabstände von 1,50 Meter definiert.

Wir haben auf der Website auch darauf hingewiesen, dass die Mindestabstände aktuell nicht mehr reduziert werden dürfen, sondern überall zwingend einzuhalten sind. Ausgenommen sind wie bisher auch Mitglieder eines Hausstandes.

Die FAQs werden momentan alle überarbeitet und sind hoffentlich heute Abend dann alle aktualisiert: https://engagiert.evlks.de/mitteilungen/zum-umgang-mit-der-coronavirus-pandemie/

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Tabea Köbsch

Leiterin der Stabsstelle für Kommunikation und Koordination



02.11.2020

Liebe Schwestern und Brüder,

Am letzten Freitag hatte ich im Bautzner Dom das Friedensgebet zu halten, während gleichzeitig eine Videokonferenz mit Bischof und SuperintendentInnen angesetzt war. Gleich im Anschluss an das Gebet habe ich mich daraufhin noch im Dom in die Konferenz eingeschaltet. Es war für mich faszinierend, welche Wirkung das auf mich gehabt hat.

Welche Zeiten und Krisen spielten sich über die Jahrhunderte um den Dom ab? Viele davon weitaus bewegender als die unsere. Wieviel Menschen sind wohl mit Sorgen und Nöten in dieses Gebäude gegangen und von Gott getröstet worden? Diese Gedanken haben all das was ich erlebe ein Stück weit relativiert.

Mich ermuntert das, die Informationen zur aktuellen Lage unter einen biblischen Leitsatz zu stellen:

“Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.” 2.Timotheus 1,7

3 Gedanken will ich daraus ableiten, die unser Handeln bestimmen sollen.

  • Als Christinnen und Christen sind wir darauf angewiesen, Orte zu haben, in denen wir Gott begegnen.
  • Als Christinnen und Christen werden wir in dieser Zeit als Hoffnungsträger gebraucht.
    Statt Pessimismus dürfen wir Zuversicht verkünden.
  • Unser Handeln ist von Liebe bestimmt. Dies prägt unseren Umgang miteinander, aber auch unser Verhalten gegenüber Bedürftigen und Schwächeren.

Die von der Landeskirche angeordneten Regelungen stehen für mich gut im Einklang mit diesen Gedanken und ich bin froh, dass auch von staatlicher Seite unser Bedürfnis, Gottesdienste zu feiern, wahrgenommen wird.

Als Christinnen und Christen agieren wir nicht luftleeren Raum, sondern sind ein (wichtiger) Teil des Landkreis Bautzen. Wie alle anderen tragen wir Verantwortung dafür, dass sich das Virus nicht weiter und vor allem nicht unkontrolliert ausbreitet. Gleichzeitig stehen wir auch unter Beobachtung, da wir aufgrund der freien Religionsausübung Dinge tun dürfen, die anderen verwehrt sind. Wir sollten diese Freiheit nicht überstrapazieren. Es wird uns schaden, wenn wir alles wie gehabt weiter machen und das Etikett Gottesdienst  oder freie Religionsausübung darüber kleben.

Es wird uns nutzen, wenn wir in der Gesellschaft als diejenigen auffallen, die zuversichtlich und verantwortungsbewusst  in der Krise reagieren. Ich ermuntere Sie, Formen zu finden, die im Einklang mit der Sächsischen Allgemeinverfügung diese Zuversicht in die Welt tragen. Anregungen dazu finden Sie in den Informationen der Landeskirche. Ich bin überzeugt davon, dass Ihnen noch weitere einfallen.

Hier finden Sie die von der Landeskirche zusammengefassten Regelungen. Im Anschluss daran noch ein Hinweis zu Kirchenmusik von unserem KMD Markus Mütze und ein Hinweis zu einem Absatz von meiner Seite.

Möge Gott Sie und Ihre  Arbeit segnen

Information aus dem Landeskirchenamt

Maßnahmen in Gottesdiensten und Veranstaltungen

Die durch die Staatsregierung erlassene Corona-Schutzverordnung vom 30. Oktober 2020 gilt ab dem 2. November 2020 im gesamten Bereich des Freistaates Sachsen. Sie setzt alle bis zum 2. November 2020 vorhandenen Allgemeinverfügungen der Landkreise oder kreisfreien Städte außer Kraft.

 Dies bedeutet für unsere Landeskirche jetzt Folgendes:

 

  • Folgende Maßnahmen sind in allen Gottesdiensten und Veranstaltungen umzusetzen:

o   Einhalten des Mindestabstandes von 1,5 Metern in allen Gottesdiensten und Veranstaltungen

o   durchgängiges Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes (ausgenommen hiervon sind nur die liturgisch Handelnden bzw. Sprechenden, gemeint sind damit Einzelpersonen; auf die Mindestabstände zu anderen Menschen ist dabei zu achten)

o   personenbezogene Kontaktdatenerfassung und deren (vor dem Zugriff Dritter geschützte) Aufbewahrung für einen Monat (sofern Sie nicht die Teilnehmendenkarte der EVLKS nutzen, achten Sie bitte darauf, dass die Kontaktnachverfolgung folgende Angaben beinhalten muss: Name, Telefonnummer oder E-Mail-Adresse, Postleitzahl).

o   Vorliegen und Umsetzung eines schriftlichen Hygienekonzeptes mit darin ermittelten maximalen Belegungszahlen unter Einhaltung der 1,5 m Abstand und Benennung eines Ansprechpartners für die Einhaltung des Hygienekonzeptes für jeden Gottesdienst und jede Veranstaltung 

o   allgemeine Hygiene-Maßnahmen und regelmäßiges Lüften von Räumen

 

  • Gottesdienste (z.B. auch Jugend-, Familien-, Kindergottesdienste) dürfen und sollen unter der Beachtung der oben genannten Regeln stattfinden.

 

  • Das Abendmahl sub una (nur Hostie) kann dort gefeiert werden, wo es seelsorglich erforderlich ist.

 

  • Kirchliche und weltliche Trauerfeiern finden unter Beachtung der oben genannten Regeln statt. Bei kirchlichen Trauerfeiern – sowohl auf kirchlichen als auch auf weltlichen Friedhöfen – ist die Kirche Veranstalter und hat für die Umsetzung des Hygienekonzeptes zu sorgen. Bei weltlichen Trauerfeiern auf kirchlichen Friedhöfen hat der jeweilige Veranstalter (Angehörige, Bestatter) für die Umsetzung des kirchlichen Hygienekonzeptes zu sorgen.

 

  • Kirchen sollen – wo möglich – regelmäßig für Besucher/-innen geöffnet sein.

 

  • Bei Angeboten der Kinder- und Jugendarbeit ist zu unterscheiden: Angebote wie Christenlehre und Konfirmandenunterricht dienen der religiösen Bildung und zählen aus diesem Grund nicht unter Freizeitveranstaltungen. Sie sollen unter Beachtung der oben genannten Regeln stattfinden. Bei anderen Angeboten muss im Einzelfall geprüft werden, ob diese stattfinden können. Hierzu wird das Landesjugendpfarramt aktuell informieren.

 

  • Sitzungen kirchlicher Gremien (z.B. Kirchenvorstand, Kirchenbezirksvorstand, Dienstbesprechungen etc.) sind Leitungstätigkeit bzw. Arbeitssitzungen und sollen daher stattfinden. Sollte es allen Beteiligten möglich sein, können Beratungen darüber hinaus auch per Videokonferenz erfolgen.

 

  • Sonstige Zusammenkünfte in kirchlichen Räumen, die der Religionsausübung dienen (z.B. Gruppen und Kreise) können grundsätzlich unter Beachtung der Hinweise vom 27. Oktober 2020 stattfinden. Sie sind hinsichtlich Notwendigkeit und Verantwortbarkeit durch die kirchlichen Verantwortlichen vor Ort  daraufhin zu prüfen, ob sie ggf. in anderen Formaten und Formen (Treffen von einzelnen Mitgliedern, digital, etc.) organisiert werden können und wie Mitglieder ggf. auf andere Weise dazu beitragen können, dass Kirche in den nächsten Wochen für Menschen da ist.

 

 

Ergänzende Hinweise aus dem Kirchenbezirk:

 

Erläuterungen zur Kirchenmusik von KMD Mütze:

Die Posaunenmission hat folgendes auf ihrer Homepage veröffentlicht:

 

"Gottesdienste sind nach wie vor möglich (vgl. §2.4), aber dabei ist in kirchlichen Räumen das Tragen eines Mund-Nase-Schutzes

(außer bei der Einnahme des Abendmahls) verpflichtend (vgl. §3.1.5.d), was das bläserische Musizieren im Gottesdienst ausschließt. 

Im Blick auf das Proben ist zu bedenken: "Der Aufenthalt in der Öffentlichkeit ist nur mit Angehörigen des eigenen und eines weiteren

Hausstandes bis insgesamt maximal zehn Personen gestattet" (§2.1).

Auch wenn eine Chorprobe keine Öffentlichkeit mit Publikumsverkehr darstellt: Sie entspricht nicht dem Sinn und der Intention der neuen Verordnung,

wonach es jetzt gerade darum geht, "die physisch-sozialen Kontakte zu anderen Menschen außer den Angehörigen des eigenen Hausstandes auf das

absolut nötige Minimum zu reduzieren" (§1.1). Das sind für uns als Posaunenchöre erneut heftige Einschnitte, die nur sehr schwer zu ertragen sind.

Vielleicht hilft uns die Einsicht, im November auf Proben und Bläserdienst in Gottesdiensten zu verzichten, um die Hoffnung haben zu können, dann in der

Advents- und Weihnachtszeit umso verlässlicher und weniger eingeschränkt Dienst tun und Gottesdienst feiern zu können."

 

https://www.spm-ev.de/neuigkeiten/item/394-blaeserdienst-im-blick-auf-herbst-und-winter

 

 

Als KMD empfinde ich diese Handlungsweise als einzige Vernünftige!

Da im weltlichen Bereich alle Proben von Musikgruppen (und sogar Musikschulunterricht) untersagt sind, halte ich es für schwierig,

diese unter dem Deckmantel der freien Religionsausübung im kirchlichen Kontext weiter stattfinden zu lassen.

Dies konterkariert die Maßnahmen zur Minimierung der Kontakte und Freizeitaktivitäten und würde zu großem Unverständnis

in der nicht-kirchlichen Bevölkerung führen. Auch im Hinblick auf die vielen Älteren in unseren Chören, aber auch die Durchmischung von z.B.

Kindern in den Kinderchören (was in der Schule streng unterbunden wird) haben wir eine große Verantwortung für unsere Mitmenschen.

 

Diese Einschnitte schmerzen mich sehr, sie sind aus meiner Sicht aber notwendig und unumgänglich.

 

Zusammenfassung:

 

- Konzerte sind untersagt

- die Proben sämtlicher Musikgruppen können nicht stattfinden

- Chöre und Kinderchöre können im Gottesdienst mit MNS musizieren, Posaunenchöre leider nicht

 

Erläuterungen zur Konfiunterricht und Christenlehre

bitte prüfen Sie hier genau, dass die Abstandregeln etc. eingehalten werden können. Sollte dies nicht gewährleistet werden können oder sollten Sie zu dem Schluss kommen, dass andere Umstände gegen den Unterricht sprechen (z.B: zu viele Kinder aus unterschiedlichen Schulen etc.) dann können Sie den Unterricht während der Gültigkeit der aktuellen sächsischen Verordnung auch ausfallen lassen oder besser noch in anderer Form z.B. Online stattfinden lassen.

Erläuterungen zu dem Punkt „Sonstige Zusammenkünfte“:

Ich will hier noch einmal den Punkt meiner Einleitung verstärken, dass wir unsere Freiheit nicht überstrapazieren sollten. Suchen Sie möglichst Formen, die auf Begegnung verzichten. Es ist niemanden gedient, wenn es zum Beispiel im Seniorenkreis zu einer größeren Ansteckung kommt.
Manchmal ist weniger mehr.

Martinstag

Die klassische Form des Martinstages mit Martinsumzug lässt sich in diesem Jahr nicht durchführen.
Je nach den Möglichkeiten vor Ort kann stattdessen ein Gottesdienst gefeiert werden. Beachten Sie dabei aber, dass auch hier die Abstandsregeln einzuhalten sind. Da zum Martinstag erfahrungsgemäß viele Menschen kommen, kann die Kirche vor Ort da schnell an die Grenze stoßen.
Alternativ können Kinder auch eingeladen werden, Laternen zu basteln und in die Häuser zu stellen.
Ergänzend dazu ist auf die Aktion der Posaunenmission zu verweisen:
http://www.epid.de/news/item/1388-martinstag


Superintendent Tilmann Popp